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Treffen in Hagenbach | 27.07.2026

Besuch aus Indien: Zukunft der Projekte von Pater Franklin gesichert

Vertreter der Pilar Fathers aus Indien treffen Unterstützer der Indienhilfe Pater Franklin e.V. in Hagenbach

Wie geht es Pater Franklin? Und wie werden seine Projekte für die Ärmsten der Armen künftig weitergeführt? Diese Fragen standen im Mittelpunkt eines Treffens der Indienhilfe Pater Franklin e.V. mit Vertretern der Pilar Fathers aus Indien, das am Montag, 27. Juli 2026, in Hagenbach stattfand.

Vor rund 50 Jahren gründete Pater Franklin in Bhopal sein Kinderhilfswerk. Fast ebenso lange begleitet die Indienhilfe Pater Franklin e.V. seine Arbeit von Deutschland aus. Dem Verein gehören verschiedene Initiativen und Einrichtungen aus der Region Hagenbach und Rülzheim, der Verein „Fröhliches Kunterbunt e.V.“ sowie die Domschule in Osnabrück an. Nach dem Tod des langjährigen Vorsitzenden Hubert Borger und angesichts des Alters von Pater Franklin, der inzwischen 86 Jahre alt ist, stellte sich die Frage, wie die erfolgreiche Arbeit langfristig gesichert werden kann.

Aus Indien waren Fr. Steevan, stellvertretender Generaloberer der Pilar Fathers in Goa, Fr. Victor, Provinzial der Provinz Kalkutta und damit unmittelbar für Pater Franklin und das Kinderhilfswerk in Bhopal verantwortlich, sowie Fr. Julius, der derzeit in einer Gemeinde in Augsburg tätig ist, nach Hagenbach gereist. Die Unterstützerseite wurde vertreten durch F. X. Scherrer, stellvertretender Vorsitzender der Indienhilfe Pater Franklin e.V., Wolfgang Menesklou und Kerstin Köhler, Hans-Erich Klein vom Verein „Fröhliches Kunterbunt e.V.“ sowie Sabine Müller, Schulleiterin der Domschule in Osnabrück.

Gleich zu Beginn gab es erfreuliche Nachrichten aus Bhopal: Pater Franklin hat sich nach einer längeren Krankheit gut erholt. Mit großer Freude besucht er wieder „seine Kinder“ in den Schulen und Hostels und feiert Gottesdienste. Besonders bewegt waren die Teilnehmer von der Nachricht, dass sein Herzenswunsch erfüllt wurde: Er darf bis an sein Lebensende in Bhopal bei den Menschen bleiben, denen er sein Leben gewidmet hat.

Unterstützt wird Pater Franklin bereits seit mehreren Jahren von Father Agnel. Gemeinsam mit Fr. Alexander, der die Einrichtungen in Bhopal leitet, und Fr. Isaac, der für die Finanzen verantwortlich ist, sorgen sie dafür, dass die Hostels, Kindergärten, Schulen sowie die Lepra- und Krankenstation erfolgreich weitergeführt werden.

„Die Arbeit von Pater Franklin in Bhopal wird von uns mit derselben Überzeugung fortgesetzt, auch wenn er selbst die Verantwortung nicht mehr tragen kann“, betonten Fr. Steevan und Fr. Victor. Dieses klare Bekenntnis gab allen Beteiligten große Zuversicht.

Auch die Indienhilfe Pater Franklin e.V. wird ihre Arbeit fortsetzen und in Kürze einen neuen Vorstand wählen. Gleichzeitig wurde intensiv darüber beraten, wie die Projekte angesichts rückläufiger Spendeneinnahmen wieder stärker ins öffentliche Bewusstsein gerückt und neue Unterstützer gewonnen werden können.

Im offenen und vertrauensvollen Austausch wurde deutlich, dass beide Seiten dieselben Ziele verfolgen. Der Name „Pater Franklin“ soll auch künftig für die Projekte stehen. Selbst wenn er die Einrichtungen nicht mehr persönlich leitet, bleibt er für viele Menschen der Initiator und Wegbereiter zahlreicher Hilfsprojekte für benachteiligte Kinder und Familien.

Ein wichtiger Baustein für die Zukunft wird der persönliche Austausch zwischen Indien und Deutschland sein. Pater Franklin begeisterte viele Menschen durch seine regelmäßigen Besuche in Deutschland und die unmittelbaren Berichte über die Situation vor Ort. Diese Tradition soll fortgeführt werden: Künftig werden Vertreter der Pilar Fathers wieder regelmäßig nach Deutschland kommen, um über die Entwicklung der Projekte zu berichten und den engen Kontakt zu den Unterstützern zu pflegen. Fr. Steevan und Fr. Victor werden gemeinsam mit der Ordensleitung geeignete Priester auswählen. Voraussichtlich wird auch Fr. Attley, der vielen Unterstützern bereits bekannt ist, dabei eine wichtige Rolle übernehmen.

Ein weiteres zentrales Thema war die Transparenz der Finanzen. Da alle Mitglieder der Indienhilfe Pater Franklin e.V. ehrenamtlich tätig sind, entstehen nur minimale Verwaltungskosten. Dadurch fließen die Spendengelder nahezu vollständig in die Projekte in Indien. Künftig sollen die Verantwortlichen in Bhopal verstärkt konkrete Projekte und Bedarfe benennen, damit Spenden noch gezielter eingesetzt und Förderer über die Verwendung ihrer Unterstützung informiert werden können.

Das Treffen machte deutlich: Die jahrzehntelange Partnerschaft zwischen den Pilar Fathers und der Indienhilfe Pater Franklin e.V. steht auf einem tragfähigen Fundament. Gemeinsam wollen beide Seiten dafür sorgen, dass Pater Franklins Lebenswerk auch in Zukunft fortgeführt wird – zum Wohl der Kinder und Familien in Bhopal, die auf diese Hilfe angewiesen sind.