Warum ?

Man schätzt die Zahl der Kinder in Indien auf eine halbe Million, die aus Armut und Verschuldung der Eltern verkauft werden. Mehr als 5 Millionen Kinder befinden sich zusammen mit Ihren Eltern in Leibeigenschaft. Es ist bedrückend, dass über 20 Millionen Kinder in Indien täglich mehr als 13 Stunden unter gesundheitsschädlichen Bedingungen arbeiten müssen. Einer der entscheidensten Momente im Leben der Kinder ist...

 

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... ihre Kindheit.

 

 

 

An diesem wichtigen Punkt werden die Weichen für die Zukunft gestellt. Hier wird entschieden über "arm sein" und "arm bleiben". Ohne Schulausbildung bestehen sehr geringen Aussichten der Sog der Armut zu entkommen. Der einfache Vergleich mit unseren Kindern in Europa macht den Kontrast erschreckend deutlich.

    • Keine Schule - keine Hausaufgaben
    • keine Teller, die leergegessen werden müssen
    • kein Spinat und Rosenkohl
    • keine Geschenke, für die man zu alt ist
    • keine Tanten, die kratzige Pullover stricken
    • kein bitterer Hustensaft
    • keine Zahnärzte die bohren wollen
    • kein Haus, in dem man die Schuhe ausziehen muss
    • kein Bad, in dem man sich mit warmen, sauberen Wasser duschen muss

 

Man könnte meinen, die dritte Welt sei ein Paradies für Kinder.

Sie verkaufen Zeitungen, die sie nicht lesen können, nähen Kleider, die sie sich nicht anziehen werden, waschen Autos, die nicht die ihren sind, bauen Häuser, die sie nicht bewohnen werden.

 


Mit ihren Händen, die billig zu haben sind, verhelfen sie dem Weltmarkt zu billigen Produkten.

Wer Indien bereist, sieht gräßliche Not auf jedem seiner Schritte.

 

Einer, der schon viele Länder bereist hat, schreibt: 

"Bezüglich Hilfe für Menschen hatte ich mein krassestes Erlebnis in Indien. Nicht nur, dass ich noch nie die Armut so tiefgehend erlebt hatte wie hier: Vielen ließ die Armut nur das Leben und ein altes, zerrissenes T-Shirt und Boxershorts, oder ein altes Wickeltuch. Außerdem gab es überall Arme, Bettler und Menschen, die unter freiem Himmel lebten, also solche die noch nicht mal ein Slum ihr Zuhause nennen. Ich war schockiert und hilflos.

Mein indischer Begleiter meinte: "Kümmere Dich nicht darum."

Darüber war ich sehr befremdet und er verteidigte sich: "Wenn Du einem hilfst, bleiben noch Millionen andere, denen dann nicht geholfen wird. Also, warum helfen?"

 

Das Christentum spricht anders:

Jeder Mensch zählt und von allen Hilfsbedürftigen ist dem zu helfen, der mir der naheste Mensch, d.h. der räumlich oder innerlich Nächste ist.